Annette Prezewowsky

Finanz- und Assekuranzmaklerin
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Begriff Definition
Abgeltungssteuer

Die Abgeltungsteuer ist eine Quellensteuer (Kapitalertragsteuer), die ab 2009 auf Einkünfte aus Kapitalvermögen (Zinsen, Dividenden, Erträge aus Investmentfonds und Zertifikaten sowie private Veräußerungsgewinne (§ 23 EStG)) erhoben wird. Der Steuersatz beträgt 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Das jeweilige Kreditinstitut führt die Steuer direkt an die Finanzverwaltung ab. Der Steuersatz ist grundsätzlich unabhängig vom persönlichen Einkommensteuersatz. Dies ist der wesentliche Unterschied zur derzeit (2008) in Deutschland erhobenen Kapitalertragsteuer bzw. zum Zinsabschlag. Diese Steuern werden zwar auch vom Kreditinstitut einbehalten, aber die Kapitalerträge unterliegen dennoch der individuellen Einkommensteuer des Empfängers, wobei die einbehaltene Steuer angerechnet wird. Bei der Abgeltungsteuer besteht ein Veranlagungs-wahlrecht; bei der Veranlagung können die Erträge mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden. Dadurch soll vermieden werden, dass Steuerpflichtige mit niedrigem Einkommen überproportional hoch besteuert werden. Gewinner der Abgeltungsteuer sind Personen mit einem Einkommensteuersatz von mehr als 25 %. Neu bei der Abgeltungsteuer ist die generelle Besteuerung von Veräußerungsgewinnen. Diese ersetzt die bisherige Regelung der Spekulationsfrist (1 Jahr). Das gilt allerdings nur für Neuanlagen ab 1. Januar 2009, d.h. alle Wertpapiere, die bis 31. Dezember 2008 gekauft werden, unterliegen der alten Regelung und sind bei Veräußerung nach zwölf Monaten steuerfrei. Für Investmentzertifikate wurde die Regelung verschärft, für Erwerbe nach dem 14. März 2007 gilt die Abgeltungsteuer unabhängig von der Besitzdauer ab dem 1. Juli 2009.

Aktie

Wertpapier, das dem Eigentümer ein Anteilsrecht an einer Aktiengesellschaft verbrieft. Es können immer nur ganze Stücke gekauft werden.

Aktienfonds

Investmentfonds, dessen Anlageschwerpunkt sich hauptsächlich auf den Erwerb von Aktien richtet. Bei Aktienfonds kann man eine Reihe von verschiedenen Anlageschwerpunkten unterscheiden. So zum Beispiel Fonds, die nur Aktien einer bestimmten Branche, eines bestimmten Landes-, bestimmter Regionen oder die in einem Börsenindex enthalten sind, erwerben.

Aktienindexfonds

Aktienfonds (siehe Indexfonds), der einen anerkannten Aktienindex nachbildet.

Alterseinkünftegesetz

Das Alterseinkünftegesetz wurde 2005 beschlossen. Es ändert die Besteuerung von Renteneinkünften und Pensionen und führt die nachgelagerte Besteuerung ein. Die Übergangsphase dauert bis zum Jahr 2040.

Durch die nachgelagerte Besteuerung werden die Beiträge für die Altersvorsorge während der aktiven Zeit bei der Steuer bessergestellt und/oder durch Zulagen seitens des Staates gefördert. Dafür werden die daraus resultierenden Rentenauszahlungen unter Berücksichtigung von Freibeträgen voll besteuert. Alle Personen, die vor oder in 2007 erstmalig eine Rente beziehen, müssen 54% ihrer Rente versteuern. Bis zum Jahr 2020 steigt dieser Prozentsatz jeweils um 2% pro Jahr, danach um 1% pro Jahr (Beginn war 2005 mit 50%, 2006 dann 52%). 2040 sind dann 100% erreicht. Im Zuge der Neuregelungen wurde auch der Sonderausgabenabzug und die Steuerfreiheit der Erträge von Lebensversicherungen, die länger als 12 Jahre gehalten wurden zum 01.01.2005 abgeschafft. Das Alterseinkünftegesetz möchte die Altersvorsorge während der Erwerbstätigkeit fördern, in dem die Beitragszahlungen entweder als steuerliche Entlastung wirken und/oder durch Zulagen besser aufgewertet werden. Die Rentner werden dafür unter Anrechnung der Freibeträge stärker besteuert.

Anleihe

Alle Wertpapiere, die während ihrer gesamten Laufzeit zu einem vereinbarten festen (unveränderlichen) Satz verzinst werden. Sie werden sowohl von der öffentlichen Hand (Bund, Länder, Kommunen) als auch von privaten Unternehmen ausgegeben, um sich Kapital für neue Investitionen zu beschaffen. Die Kurse von Anleihen sind abhängig vom jeweiligen Zinsniveaucht.

Annuität

Eine regelmäßige Jahresleistung zur Verzinsung und Tilgung einer Schuld wird - in Anlehnung an das lateinische Wort „annus" = Jahr - Annuität genannt. Bei der üblichen Form der konstanten Annuität handelt es sich um einen stets gleichbleibenden Betrag, der sich aus Zins- und Tilgungsleistungen zusammensetzt. Da der Zins nur auf die rückläufige Restschuld zu zahlen ist, wird der Zinsanteil immer kleiner, der Tilgungsanteil entsprechend höher. In der Praxis werden Annuitätendarlehen vornehmlich im Wohnungsbau in Form von Hypotheken- und Bauspardarlehen angewandt. Meist wird die Annuitätszahlung allerdings nicht jährlich geleistet, sondern in monatlichen oder vierteljährlichen Raten.

Arbeitnehmer-Sparzulage

Jeder Arbeitnehmer kann vermögenswirksam anlegen. Beträgt das zu versteuernde Einkommen maximal 17.900 Euro bei Ledigen bzw. 35.800 Euro bei zusammen veranlagten Ehegatten, so erhält der Anleger in der Regel für vermögenswirksame Leistungen eine Arbeitnehmer-Sparzulage. Die Arbeitnehmer-Sparzulage auf vermögenswirksame Leistungen (VL) ist im Rahmen der Steuererklärung zu beantragen. Die Höhe der Zulage für Beteiligungen im Produktivvermögen (insbes. also Aktienfonds) beträgt 18% auf max. 400 Euro pro Jahr. Die Investmentgesellschaften erstellen ihren VL-Anlegern eine Bescheinigung über die eingezahlten vermögenswirksamen Beiträge, die der Erklärung beizufügen ist. Gezahlt wird die festgesetzte Zulage komplett mit Ablauf der Sperrfrist an die Investment-Gesellschaft oder das Kreditinstitut, das die VL-Konten führt, überwiesen.

Assekuranz

Allgemeingültiger Begriff, der für das Versicherungswesen steht.

Asset Allocation

Aufteilung des Kapitals auf verschiedene Anlagemöglichkeiten

Ökofonds

Diese Fonds investieren nur in Gesellschaften, die ihren Betriebszweck ganz oder teilweise auf den Umweltschutz spezialisiert haben.

Baisse

Bezeichnung für sehr starke Kursrückgänge an Börsen.

Benchmark

Messlatte für die Wertentwicklung verschiedener Anlageformen. Als bekannte Benchmark gelten Indizes wie z.B. Dax, Dow Jones, S&P 500, MSCI-Indizies.

Blue Chips

Börsenumgangssprachlich für große Unternehmen, die sich durch hohen Umsatz und Liquidität hohen Bekanntheitsgrad etc. auszeichnen.

Bonds

Englischer Ausdruck für Anleihen.

Bonität

Die Bonität beschreibt die Qualität der Zahlungsfähigkeit eines Schuldners/Emittenten (das kann ein Staat, eine Firma oder eine Privatperson sein) Sie ist besonders bei Anleihen von Interesse. Ratingagenturen wie z.B. Moody's oder Standard & Poor‘s überprüfen ständig die Bonität von Schuldnern /Emittenten.

Cost-Average-Effekt

Cost-Average-Effekt ist der so genannte Durchschnittskosteneffekt. Davon profitieren Anleger, die regelmäßig für einen bestimmten Betrag Fondsanteile kaufen. Durch regelmäßige Sparraten erwerben Anleger in Zeiten hoher Kurse weniger und bei niedrigen Kursen mehr Anteile. Langfristig gesehen erhalten sie so einem günstigeren Durchschnittskurs.

Crash

Kurseinbruch an den Wertpapiermärkten.

Dachfonds

Das Fondsvermögen wird in andere Fonds investiert wird. Dachfonds müssen aus mindestens fünf Teilfonds bestehen. Die Auswahl der Fonds wird vom Fondsmanagement getroffen.

Depot

In einem Depot werden Wertpariere von einem Kreditinstitut aufbewahrt und verwaltet.

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